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  • Ricarda Drobig

Der wohl härteste Marathon....

...meines Lebens! -Anzeige- Wie einige wissen, litt ich von klein auf an an Schmerzen in den Knien. Nach etlichen Jahren, Untersuchungen und schlussendlich einem Arztwechsel, fand sich die Ursache. Ich hatte eine Hüftdysplasie, welche bei meiner Geburt nicht festgestellt wurde. Nachdem 1 Jahr lang gezielte Physiotherapie nicht half, blieb nur noch die OP.

Eine OP, die nicht ganz ungefährlich ist und viele Risiken birgt. Ich bin eine der glücklichen, bei der komplett alles super verlief! 2013 erfolgte die erste Korrektur auf der rechten Seite. Vereinfacht hieß dies: mein Hüftgelenk wird dreimal gebrochen, in den perfekten Winkel gekippt und wieder verschraubt. Danach hieß es 12 Wochen an Unterarmgehstützen gehen, max. im 60° Winkel sitzen, aber eher meistens liegen oder stehen. Nach den 12 Wochen hieß es neu gehen und laufen lernen.

Da ich hauptsächlich rechts Schmerzen hatte und links nur selten, entschied ich mich, es erstmal bei der OP rechts zu belassen. Denn neben dem physischen Weg, muss man dies auch erstmal psychisch verarbeiten. Doch 2015 fing die linke Seite an immer mehr Probleme zu machen und zeigte schon Veränderungen am Gelenk. Sodass mir 2016 auch hier nur noch die OP blieb. Diesmal wählte ich ein anderes Klinikum aus, welches auch eine neuere Methode anwandte. Letztendlich fast das gleiche Verfahren, aber doch ein minimaler Unterschied, der es möglich machte eine andere Nachbehandlung zu genießen. Hier hieß es ab der 6 Woche, 20kg zu belasten und das Wöchentlich zu steigern, bis man auf Volllast war. Man durfte direkt normal sitzen und war deutlich mobiler und nicht so stark eingeschränkt.


Auch hier galt es wieder neu gehen und Laufen zu lernen. Was mir deutlich besser und schneller gelang, als bei der ersten Operation.

Ich bin froh, dass ich beide Seiten hab operieren lassen. Im Alltag hab ich nur selten schmerzen und auch bin ich kaum eingeschränkt. Lediglich, kann ich nicht mehr stundenlang sitzen, was ich aber mit kurzem aufstehen und um hergehen gut umgehen kann. Auch bin ich von der Muskulatur etwas instabiler, was man gut durch intensiver Physiotherpie verbessern kann. Schmerzen hab ich meist nur, wenn eine Überlastung - besonders wenn es den Sport betrifft, statt gefunden hat. Und doch sind beide Operationen nicht zu unterschätzen. Zwei Tage nach meiner zweiten Hüft-OP ging es mir psychisch sehr schlecht. Ich konnte mein Bein nicht ansteuern und war dabei nicht mehr Kämpfen zu wollen. Mein Operateur kam Sonntags an mein Bett und redete mit mir. Er wusste das ich Sportlerin bin und unbedingt einen Marathon laufen möchte.

Und einen Satz von Ihm werde ich nie vergessen: Frau Drobig, das ist nun Ihr Marathon, anders als Sie sich Ihn vorstellten, aber genauso steinig und lang, also kämpfen Sie nun und laufen Sie ins Ziel! Und ich kann mit stolz sagen: Ich bin im Ziel!

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